SIX SIGMA

(M)ein Leben am Rande der Normal-Verteilung

So oder ähnlich könnte ja vielleicht der Titel eines Buches lauten, dass ich in einigen Jahren  – rückblickend am Ende eines mehr oder weniger erfüllten Six Sigma Lebens – einer diesem Thema zugeneigten Leserschar offerieren werde. Der Titel ist doch schon mal gar nicht schlecht, werden dann bestimmt die meisten Betrachter denken und gespannt die ersten Seiten zu lesen beginnen – um dann hoffentlich nicht nach diesen schon das Lebenswerk enttäuscht zur Seite zu legen.

Was spricht dagegen, also jetzt schon mal ’nen bisschen zu üben und in diesem Blog einiges Allgemeines und vieles Spezielles zu Six Sigma zu erzählen. Sicherlich deutlich subjektiv aus meiner ganz persönlichen Sicht heraus und der mittlerweile doch schon fast zehnjährigen Erfahrung im Umgang mit diesem für manche auf den ersten Blick so nüchternen, auf den zweiten doch so ungemein facettenreichen Thema.

Ein Leben am Rande der Normalverteilung – spiegelt sich darin nicht prima die Rolle des Green und noch mehr die des Black Belts wider, bis zu den Zähnen bewaffnet mit zahlreichen soft tools und statistischen Werkzeugen, immer auf der verzweifelten Suche nach dem Unterschied, dem Besonderen, dem Ungewöhnlichen, dem Andersartigen, dem Unnormalen? Immer auf das Ziel fixiert, letztlich daraus zu lernen, Potenziale zu erkennen und dieses neue Wissen dann in Kombination so geschickt in Veränderungen einzubringen, dass ein neuer deutlich verbesserter Standard dauerhaft eingerichtet werden kann. Natürlich braucht’s dafür schon eine gewisse Lust an der Veränderung, einen inneren Antrieb, nicht immer alles so zu belassen, wie’s immer schon war und damit manchmal auch eine Überwindung des rheinländischen Mottos ’Et hätt noch immer joot jejange’!


(Ansonsten möchte ich aber hier gleich klarstellen, dass ich mich der Zugehörigkeit zur rheinländischen Lebensart überhaupt nicht schäme – ganz im Gegenteil!)
Leider muss der gemeine Belt aber doch oft erleben, dass die Lust auf Veränderung nicht immer auf ungeteilte Freude stößt, welcher Prozess und v.a. welcher Mensch will sich schon so ganz ohne Widerstand verändern lassen – da sind dann halt die soft skills gefragt! Im Training lass ich  – meist mit ’nem kleinen Augenzwinkern versehen – schon ’mal den Satz fallen ’Einen guten Belt erkennen Sie nicht daran, dass er beliebt ist sondern daran, dass er erfolgreich ist !’

Daraus zieht schon ’mal der eine oder andere den voreiligen Schluss, dass sich beide Eigenschaften ausschließen mögen – das ist natürlich Kokolores (wie der Rheinländer hier wieder sagen würde) – und v.a. die Belts, die auf der soft skill Schiene so einiges mitbringen, werden sehen, dass die Kombination dieser Fähigkeiten zusammen mit den o.a. soft tools und der – hoffentlich unfallfreien und zielführenden – Anwendung der statistischen Werkzeuge eine nahezu unschlagbare Waffe darstellt und von allen im Umfeld akzeptiert wird. Und erfolgreich und beliebt zu sein – wer will dass nicht!?


Also, die viel zitierten soft skills können sehr gut dabei helfen, sich nicht zwischen alle Stühle zu setzen (da sitzt ja auch schon der QMB, werden jetzt einige denken) – daher sollten Führungskräfte in Unternehmen, die sich aufmachen, Belts auszubilden, bei der Auswahl dieser auch darauf achten, dass die zukünftigen Six Sigma-Projektleiter hier entweder schon einiges von Natur aus mitbringen oder parallel zur eigentlichen Green oder Black Belt Ausbildung in dieser Richtung etwas mit auf den Weg bekommen.

Damit man nachher nicht immer zu hören kriegt:
’Projekte scheitern nicht an Technik, sondern an Menschen!’ (Tom de Marco)

Bis demnächst,
Ihr Axel Jungheim

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